Eine runde Sache ist nicht immer ein Ball

Der niedersächsische Seglerverband qualifizierte erneut Ausbilder.

Der Fortbildungslehrgang für Trainer C in Papenburg Anfang März war eine solche runde Sache.

Getroffen hatten sich beim Yacht Club Papenburg unter Leitung von Detlef Hermann überwiegend Trainer aus dem ostfriesisch- emsländischen Raum.

Die Vereine aus Emden, Jemgum, Leer, Loga, Weener, Midlum und Papenburg sowie Gäste stellten die meisten Teilnehmer. Und dennoch kamen die Teilnehmer aus einem riesigen Radius, der von Zürich nach Kiel und von Hamburg nach Dortmund reicht. Lehrgangsleiter Detlef Hermann:“ Durch Studium und Beruf sind unsere Trainer teilweise weit verstreut. Sie freuten sich auf ein Wiedersehen mit alten Segelkameraden, Leidensgenossen aus vergangenen Lehrgängen und Trainerkolleginnen von der Ems.“

Neben den vielen Gesprächen über berufliche und private Perspektiven sowie die Planungen für die Arbeit vor Ort, stand aber das Aufbessern des Wissens rund um das Thema Sicherheit auf dem Programm.

Bild 1 zeigt die schönsten Verbände, die nach simulierten Kopfverletzungen beim Segeln angelegt worden sind. Das Bild zeigt von links: Wiebke Sinning, Dirk Schneider, Alexander Makdissi, Jutta Simmering mit der Puppe little Anne sowie Ineke Hermann

Referate und Gruppenarbeit über die Sicherheitsausrüstung und das Bergen von Personen und Material vom Begleitboot aus schufen die Voraussetzungen für die Arbeit am Sonntag.

Schwerpunkt war hier der Besuch eines Hallenbades mit einem Schlauchboot.

Rettungs- und Befreiungsgriffe wurden geübt. „Funktioniert die eigene Automatikweste?“ war schon eine spannende Frage.

Und dann kam die Nagelprobe. „Wie kommt man wieder in ein Schlauchboot?“

Nach Auffassung des erfahrenen Tauchtrainers Horst Bock aus Emden eine Kleinigkeit, wenn da nicht Ölzeug und Schwimmweste so stören würden.

Bild 2 zeigt, wie schwierig es ist einen Verunglückten in ein Schlauchboot zu bergen.


„Und wie trägt man einen 90kg Kerl ans Ufer?“ „Wie bekommt man einen Ertrinkenden eine Badeleiter hoch?“ Mit einigen Tricks geht auch das, wenn man die richtige Anleitung bekommt. Und die bekamen alle. Ein spannender Vormittag, nicht ganz ohne blaue Flecke, aber mit hohem Lern- und Spaßfaktor.

Und eines steht schon fest.

Wir planen schon mal einen weiteren Lehrgang für den nächsten Winter, damit der Trainernachwuchs eine Chance bekommt. Der Ball muss eben weiterrollen.

Detlef Hermann